, Kaschta Adrian

Viel Regen, aber bloß nicht aufregen... Ein Reisebericht von unserem Stromer

Immo berichtet von seiner Elbe-Tour im August 2021

Anfang des Jahres habe ich die Elbe zwischen Wittenberge und Dömnitz mit einer Fähre überquert. Das ganze bei einem wunderbaren Sonnenuntergang und in dem Moment stand für mich fest, dass ich dieses Jahr mit dem Stromer gerne die Elbe runterfahren möchte.

Es hat dann eine ganze Weile gedauert, das Ganze in die Tat umzusetzen. Aber am 22. August ging es los die Elbe aufwärts bis Kilometer 20,1  zur Stadt Wehlen. Dort gab es die Möglichkeit das Boot zu slippen. Auf der Fahrt dorthin gab es bald mehr Wasser von oben als von unten, sodass schon bei der Autobahnfahrt das Boot mit Wasser vollgelaufen ist. Durch die Zwangsbelüftungsschlitze ist so viel Regen reingekommen, dass Polster, Matratzen und ähnliches erstmal nass waren - große Freude! 

Zum Glück gab es am zweiten Tag zwischen den heftigen Regenfällen immerhin mal wieder Sonne, sodass ich in der Zeit die meisten Sachen draußen wieder trocknen konnte.
Noch ein Tag später dann das Boot ins Wasser gebracht und erstmal an den Anleger gefahren. Eigentlich sollte dann am nächsten Tag die Tour losgehen zum Elbe-Kilometer 0 an der tschechischen Grenze, aber es kam mal wieder anders. Der Außenborder streikte wieder bei niedriger Drehzahl und ging einfach aus. Das Problem hatte ich letztes Jahr schon auf der Weser. Man kann einfach nicht präzise manövrieren und kommt schnell in prikehre Situationen.....
 
Beim Bootsmotorenschrauber sollte dieses Problem behoben werden und es hat auch wunderbar im Tauchbecken funktioniert. Leider dann wieder nicht mehr. Nun also rumtelefoniert um einen Bootsservice zu finden. Die hatten aber alle Urlaub oder fühlten sich nicht in der Lage kurzfristig zu helfen. Blieb nur noch selber schrauben...... Zum Glück kam eine sonnige Phase, in der ich den Vergaser vom Motor auf dem Anleger zerlegen konnte.
Kein Fehler gefunden, alles wieder zusammengebaut und der Motor läuft. Komisches und unsicheres Gefühl, aber diverse Tests haben immer wieder nur Positives ergeben. So habe ich mich dann am nächsten Tag Elbe aufwärts gemacht - natürlich mal wieder bei strömenden Regen. Teilweise war die Sicht so schlecht, dass man nur noch ahnen konnte, wo man hinfährt. Dann aber kam wieder die Sonne durch und man konnte die Felsen vom Elbsandsteingebirge sehen.
 
Im Yachthafen von Postelwitz (Km 8) habe ich dann einen Liegeplatz bekommen. Ankern war dort oben fast nicht möglich, da der Untergrund zu felsig war. Da es gar keine Aussicht auf Besserung des Wetters gab, habe ich mich zum Landgang entschieden und das Elbsandsteingebirge durchwandert bzw. durchklettert. Auf dem Rückweg habe ich dann noch ein verfallenes Fabrikgelände gefunden. Auf jeden Fall war es eine lange Wanderung. Die Socken waren durch!